Programm zum
16. Würzburger EMS-Tag 2018

Werfen Sie einen Blick auf das vorläufige Vortragsprogramm des
16. Würzburger EMS-Tag 2018:

Mittwoch, 6. Juni 2018

18:45 Uhr
Treffpunkt zur Vorabendveranstaltung
19:00 Uhr
Führung durch den Juliusspital-Keller
20:00 Uhr
Gemeinsames Dinner mit Referenten und Teilnehmern

Donnerstag, 7. Juni 2018

09:00 Uhr
Keynote: Die EMS-Industrie in Europa im Wandel - Was Sie noch immer nicht über Ihre Branche wissen mehr
Über 1.750 EMS Anbieter gibt es in Europa. Wo sitzen diese Unternehmen, wie groß sind die Firmen, welchen Umsatz machen sie und wie viele Mitarbeiter haben diese Unternehmen? Wie hat sich dieser Markt in Europa die letzten Jahre entwickelt, welche Länder waren die Verlierer, welche die Gewinner? Wo sind die Marktsegmente und wie entwickeln sie sich? Wo gibt es detaillierte Daten die man zum Benchmarking und zur strategischen Unternehmensplanung verwenden kann, wie genau sind die Daten und wie werden sie erhoben? Was steht an betriebswirtschaftlichen Daten zur Verfügung und wie kann man mit diesen Daten eine eigene Stärken- und Schwächenanalyse durchführen? Welche Strategien verfolgt die EMS Branche und welche Prognosen gibt es? Erhalten Sie neue Denkanstöße und erkennen Sie die Positionierung ihres Unternehmens in einem starken Wettbewerbsumfeld. Dieser Vortrag gibt Ihnen die Antworten, bringt erstmals in dieser Industrie einen umfassenden Überblick und schafft Transparenz. Wenn Sie in der EMS-Industrie arbeiten oder diese Industrie beliefern, dann ist dieser Vortrag ein absolutes Muss für Ihr Unternehmen. Sie verschaffen sich einen strategischen Wissensvorsprung vor der Mehrzahl der EMS-Unternehmen, die nicht am 16. Würzburger EMS-Tag teilnehmen, und das sind mindestens 95%. Gehören Sie zu den maximal 5% der professionellen EMS-Anbieter in D-A-CH, die sich positiv vom Markt abheben wollen?
Referent: Dieter G. Weiss | in4ma - Marktstatistiken & Analysen

Dipl. Ing. Dieter G. Weiss ist seit vierzig Jahre in der Elektronikindustrie tätig. Nach dem Start als Prozessingenieur mit Fokus auf galvanische Prozesse führte ihn sein Werdegang über die Stationen Qualitätsleiter, Werksleiter und Technischer Direktor hin zum Geschäftsführer und Gesellschafter. Auf der technischen Seite beschäftigte sich Dieter G. Weiss zunächst mit Keramikhybridschaltungen, Dünnfilmmagnetköpfen, Leiterplatten und Basismaterialien für die Elektronikindustrie. Nach einem abendlichen Zusatzstudium BWL war er als Geschäftsführer und nach MBO als erfolgreicher Unternehmer in der Elektronik-Industrie tätig. Zwölf Jahre nimmt er zudem seine gesellschaftliche Verantwortung als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger an deutschen Gerichten wahr und arbeitet seit 14 Jahren in Bereich der Marktstatistiken sowohl für Hybridschaltungen als auch für die EMS-Industrie. Seine Marktstatistiken sind seit drei Jahren unter der Marke in4ma (Information 4 manufacturers) bekannt und werden von Weiss Engineering vermarktet.

10:00 Uhr
Forsa-Führungsbarometer: Innovations- und Lernkultur haben nur die Hälfte der befragten Unternehmen mehr
Eine knappe Mehrheit der Unternehmen (51 Prozent) hat angegeben, dass ihr mittleres Management Fehler als Lernerfahrungen nutzt, ohne dass es zu Schuldzuweisungen kommt. Bei Firmen, in denen Führungskräfte und Mitarbeiter ein geringes Engagement aufweisen, ist dies nur bei jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) der Fall. Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Führungsbarometer“ des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Change-Beratung Penning Consulting. • Engagement der Mitarbeiter entscheidet signifikant über Innovationsfähigkeit der Unternehmen • Führungskultur ist entscheidender Faktor für Engagementlevel • Schlechtester Wert: Nur 38 Prozent der befragten Unternehmen sehen bei sich selbst eine permanente Leistungsorientierung „Dass Innovation nicht ohne eine positive Fehlerkultur gelingt, darüber sind sich Management-Vordenker heute einig“, sagt Stephan Penning, Geschäftsführer und Studienleiter bei Penning Consulting. „Dementsprechend sind rund die Hälfte der Unternehmen nicht adäquat aufgestellt in einer Welt, in der Märkte sich blitzschnell drehen und Rahmenbedingungen sich täglich verändern können. Trotz der aktuell guten Wirtschaftslage laufen genau diese Unternehmen Gefahr, bei der nächsten tiefgreifenden Änderung nicht schnell und qualitativ hochwertig genug reagieren zu können.“
Referent: Stephan Penning | Penning Consulting

Stephan Penning ist Geschäftsführender Gesellschafter von Penning Consulting. Der „erfahrene Branchenkenner“ (WirtschaftsWoche) berät Vorstände, Geschäftsführer und Top-Management in den Schwerpunkten Change Management, Diagnostik und Management Development. Stephan Penning verfügt über 20 Jahre Beratungserfahrung. Er war vor der Gründung von Penning Consulting im Jahr 2009 für namhafte deutsche Personalberatungen tätig, unter anderem als Bereichsleiter für Management Diagnostik und Development sowie HR-Strategie bei Kienbaum Management Consultants. Stephan Penning ist Diplom-Psychologe.

10:30 Uhr
Kaffeepause, Networking, Ausstellung
11:00 Uhr
Projektfallen – Warum wir Risiken falsch einschätzen mehr
Viele Unternehmen stehen unter hohem Wettbewerbsdruck. Er zwingt sie dazu, wachsende Risiken einzugehen, um ihre Chancen zu wahren. Es wird deshalb immer wichtiger, unnötige Fehler zu vermeiden, die dazu führen, dass Risiken und Chancen falsch eingeschätzt werden. Der Spielraum für Fehler wird kleiner. Gleichzeitig müssen mehr Entscheidungen unter unsicheren Rahmenbedingungen getroffen werden. Leider ist dabei unsere Intuition nicht immer hilfreich und führt uns immer wieder auf die falsche Fährte. In diesem Vortrag lernen Sie einige typische Fallen kennen, in die uns unser Bauchgefühl lockt. Sie erleben in unterhaltsamen und verblüffenden Selbsterfahrungs-Experimenten, wie sehr die Situation oder Perspektive, aus der wir eine Situation, z.B. ein Projekt, betrachten, die Einschätzung von Risiken und Chancen beeinflussen. Sie erfahren, wie sehr unser Bauchgefühl von der Realität abweichen kann und warum dies so ist. Dabei lernen Sie viele interessante Phänomene wie den Halo-Effekt, die WYSIIATI-Regel, die Moses-Illusion, den Möglichkeits- und den Sicherheitseffekt, Verlustangst und die Regression zum Mittelwert kennen. Der Vortrag zeigt einerseits, wie wichtig es ist, dass wir uns der beschriebenen Effekte bewusst sind. Andererseits wird klar, wie sehr wir der Unterstützung durch professionelles Risikomanagement, sinnvolle statistische Auswertungen, sowie objektive Mess-, Test- und Prüfverfahren bedürfen.
Referent: Peter Siwon | Systemisches Projektmanagement

Peter Siwon beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit den Themen Gehirn und Psyche im Zusammenhang mit der Projektarbeit in technischen Berufen. 25 Jahre Berufspraxis in Forschung, Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Training, Coaching, Beratung und Geschäftsführung gaben dazu viele Impulse. Seit 10 Jahren ist er als Trainer, Coach, Keynotespeaker, Lehrbeauftragter sowie Autor von Büchern und Artikeln tätig. Sein Themenschwerpunkt ist der richtige Umgang mit Menschen in schwierigen Projektsituationen, also die menschliche Seite des Projekterfolgs. Seine Vorträge wurden bereits mehrfach zu den Besten verschiedener Kongresse und Veranstaltungen gewählt.

11:45 Uhr
Blockchain in Logistik und Supply Chain – Prinzip und Anwendung mehr
Nicht zuletzt durch den enormen Hype um Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum ist die Blockchain-Technologie in aller Munde. Das Potenzial von Blockchain geht jedoch weit über digitale Währungen hinaus. Sie ist eine potentiell disruptive Technologie, die völlig neue, plattformbasierte Geschäftsmodelle ermöglicht, welche ohne zentrale Instanzen und zwischengeschalte Intermediäre auskommen. Des Weiteren werden Anwendungsfälle der Blockchain ermöglicht, in denen Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus zwischen verschiedenen Unternehmen nachverfolgt und Prozesse über Unternehmensgrenzen hinweg nachvollziehbar gemacht werden. Im Rahmen des Vortrags sollen die Grundlagen der Blockchain-Technologie anschaulich erläutert, Chancen und Risiken diskutiert sowie aktuelle Anwendungsfälle mit besonderem Fokus auf Logistik und Supply Chain Management vorgestellt werden.
Referent: Prof. Dr. Nils Urbach | Fraunhofer FIT

Prof. Dr. Nils Urbach ist Professor für Wirtschaftsinformatik und Strategisches IT-Management an der Universität Bayreuth. Zudem ist er stellvertretender wissenschaftlicher Leiter am Kernkompetenzzentrum Finanz- & Informationsmanagement (FIM) und der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT). Zuvor war er als Forschungsdirektor an der EBS Business School sowie als Unternehmensberater bei Horváth & Partners und Accenture tätig. In Forschung und Lehre befasst sich Nils Urbach mit Fragestellungen des Strategisches IT-Managements und der Digitalen Transformation. Zudem ist er Mitgründer des Fraunhofer Blockchain-Labors.

12:30 Uhr
Mittagessen, Networking, Ausstellung
13:30 Uhr
ISO 9001:2015 & ISO 14001:2015 – Die Umstellung läuft bis September. Die Uhr tickt – jetzt spätestens handeln! mehr
In wenigen Monaten müssen Unternehmen auf die 2015er Version der ISO 9001 bzw. ISO 14001 umgestellt haben, am 15. September 2018 verlieren ISO 9001: 2008 sowie ISO 14001: 2014 Zertifikate Ihre Gültigkeit. Eine Nichteinhaltung dieser Frist kann erhebliche geschäftliche Auswirkungen haben. Die Frist gilt auch für verwandte Qualitätsmanagementstandards wie die AS91XX:2016 Serie für die Luft- und Raumfahrtindustrie, die IATF 16949:2016 für die Automobilindustrie und die ISO/TS 22163:2017 für die Bahnindustrie. Es ist sehr wichtig, spätestens jetzt mit der Umstellung zu beginnen, um für Durchführung und Überprüfung möglicher Korrekturmaßnahmen genügend Zeit zur Verfügung zu haben. Die Umstellungsdauer lässt sich nicht voraussagen und ist von der Entwicklung des jeweiligen Unternehmens abhängig. Mittels einer Gap-Analyse können im Vorfeld Bereiche identifiziert werden, auf die sich ein Unternehmen fokussieren sollte. Auditoren können im Anschluss den Zeitaufwand realistisch einschätzen. Es ist noch nicht zu spät, einen Umstellungsplan zu entwickeln, es jedoch noch länger auf die lange Bank zu schieben, birgt erhebliche Risiken. Eine Zertifizierung nach ISO 9001 bzw. ISO 14001 ist für das Geschäft vieler Unternehmen kritisch, jede Unterbrechung kann das Ergebnis negativ beeinflussen.
Referent: Frank Langenberg | LRQA Lloyds Register Deutschland GmbH

Frank Langenberg ist seit über 20 Jahren im Bereich Managementsysteme bei Lloyd´s Register tätig. Er berät im Bereich ISO-Normen und -Managementsysteme. Tiefgehende Marktkenntnis und langjährige Praxiserfahrung zeichnen den Business Development Manager aus.

14:00 Uhr
Der HERMES Standard – Kommunikationsprotokoll für SMT-Linie mehr
„Smart Factories“ und die durchgängige Digitalisierung der Fertigung erfordern zeitgemäße Technologien und Schnittstellen in allen Bereichen. Dies trifft für die SMT Fertigung insbesondere auch auf den Transport der Leiterplatten durch die Fertigungslinie zu. Derzeit wird die Kommunikation zwischen Maschinen in SMT-Fertigungslinien in der Regel auf Basis von IPC-SMEMA-9851 abgewickelt. Dieser Standard – buchstäblich aus dem letzten Jahrhundert – hat nach seiner Einführung wertvolle Dienste geleistet, ist inzwischen aber technisch überholt. The Hermes Standard ist ein generisches Protokoll zur Übertragung von Daten durch eine komplette SMD-Fertigungslinie. Das offene Protokoll basiert auf etablierten Technologien wie TCP/IP und XML, es kann problemlos erweitert werden kann und steht jedem Hersteller kostenfrei zur Verfügung. Im produktiven Einsatz stehen immer das zu fertigende Produkt und die dazugehörigen Daten im Vordergrund. Die relevanten Informationen wandern direkt mit der Leiterplatte durch alle Maschinen mit, die Notwendigkeit zusätzlicher Systeme zur Leiterplattenidentifikation wie z.B. Barcode-Lesern entfällt. The Hermes Standard erfüllt damit alle Anforderungen an eine entsprechende Lösung umfassend und nachhaltig. Die leistungsfähige Architektur, die breite Unterstützung durch bereits mehr als 30 führende Anbieter von Fertigungsequipment und die offene Prozessstruktur in der Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen garantiert eine zukunftssichere Umsetzung und schnelle Verbreitung als etablierter Standard.
Referent: Thomas Bliem | ASM, Chair Hermes Standard Initiative

Herr Thomas Bliem ist seit 18 Jahren innerhalb von ASM AS – ehemals SIEMENS Electronics Assembly Systems – im Bereich des Product Lifecycle Managements tätig. Seit 2015 ist Herrn Bliem in seiner Rolle als Director Product Management Placement Systems verantwortlich für die Bestücksysteme mit dem Produktnamen SIPLACE. Seit 2016 arbeitet Herrn Bliem in enger Zusammenarbeit mit anderen führenden Anbietern von Fertigungsequipment an der Standardisierung einer Lösung um das Übergabemanagement von Leiterplatten, die Leiterplattenverfolgung sowie die zugehörige Datenübertragung auf zukunftssichere Beine zu stellen. Seit April 2017 ist Herr Bliem der gewählte Chair dieser als die The Hermes Standard Initiative bekannte Gruppierung von mehr 30 international tätigen Unternehmen.

14:30 Uhr
Elektronikfertigung mit Industrie 4.0: Wo stehen wir heute? mehr
Was waren die treibenden Faktoren von Industrie 4.0? Und was waren die Erwartungen? Referent Kevin Decker-Weiss, Geschäftsführer der Router Solutions GmbH, zeigt in seiner Bestandaufnahme „Industrie 4.0 in der Praxis“, was bisher erreicht wurde und welche Erwartungen sich noch nicht erfüllt haben. Zudem beschreibt er, welche Rolle Standards spielen und gespielt haben.

Im zweiten Teil des Vortrages werden spezifische Implementierungen, sowie Erfolge untersucht und mögliche Fallen aufgezeigt. Weiterhin werden vorgestellt, ein Best-Practice-Beispiel und Learnings aus verschiedenen Implementierungsansätzen.

Abschließend befasst sich der Referent mit der Zukunft von Industrie 4.0 in der Elektronikfertigung. Mit welchen Entwicklungen können wir rechnen und worauf sollten wir künftig den Fokus legen?
Referent: Kevin Decker-Weiss | Router Solutions GmbH

Nachdem Kevin Decker-Weiss sein Studium an der renommierten University of California Los Angeles (UCLA) abgeschlossen hatte, begann seine Karriere in Silicon Valley bei Visionics, Entwickler eines der ersten PC-basierten PCB-Layout-Systeme (EE Designer). Er und sein Partner Wolfgang Schenke gründeten die Router Solutions GmbH im Jahre 1992 als europäische Niederlassung der Router Solutions Incorporated (RSI). Nach dem erfolgreichen Verkauf von RSI an Mentor Graphics entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit Mentor als Full-Service-Vertriebs- und Integrationspartner der VALOR-Software-Reihe für die Automatisierung und Optimierung von Fertigungsprozessen. BOM Connector, den Router Solutions mit einigen der bekanntesten EMS-Unternehmen Europas in Kooperation entwickelt hat, erleichtert den gesamten BOM-Prozess - von der Erstvorbereitung und "Scrubbing" von Original-Kundendateien, bis hin zum Versionsvergleich, Kostenkalkulation und Produktionsanbindung.

15:00 Uhr
Kaffeepause, Networking, Ausstellung
15:30 Uhr
IPC-6012: Qualifikation und Leistungsspezifikation starrer Leiterplatten – Wege zur Minimierung der Fehlerkosten mehr
Die Leiterplatte ist das tragende Element einer elektronischen Baugruppe. Wiederkehrend ist die Erkenntnis vieler Prozessverantwortlicher, dass Fehler in der Leiterplatte erst nach dem Lötprozess zu Tage treten. Ursächlich werden aus Kostengründen sowohl Fertigungsoptimierung als auch geregelte Prüfmethoden zur Konstruktions- und Serienfreigabe von Leiterplatten vernachlässigt. Dieser Beitrag zeigt anhand des IPC-Richtlinienwerkes im Allgemeinen, und der IPC-6012 „Qualifikation und Leistungsspezifikation starrer Leiterplatten“ im Besonderen, die Wege zur Minimierung kritischer Fehler in Leiterplatten. Hier liegt das großes Potenzial zur Reduzierung der Fehlerkosten: Durch Vorgaben für die Leiterplattenqualität und systematische Überprüfung werden Qualitätsmängel in Leiterplatten aufgedeckt; werden diese Mängel erst in der Baugruppe gefunden, dann ist der zehnfache Wert der Leiterplatte verloren.
Referent: Dr. Thomas Ahrens | GF Trainalytics

Dr.-Ing. Thomas Ahrens ist seit über 25 Jahren in Qualität und Zuverlässigkeit, Fertigung und Reparatur elektronischer Baugruppen in Praxis, angewandter Forschung und mit Seminaren aktiv, 10 Jahre davon im Fraunhofer Institut in Itzehoe. Er ist IPC Master Trainer und Mitglied im IPC EU-Trainingscenter Committee. Außerdem ist er Mitglied in div. IPC-, DKE-, DIN- und DVS-Forschungs- und Normungsgremien. Seit 2009 ist Dr. Ahrens geschäftsführender Gesellschafter der Trainalytics GmbH, Lippstadt, die Firmen der Elektronik-Industrie durch Beratung, Mitarbeitertraining und Qualifizierung von Produkten und Prozessen unterstützt.

16:00 Uhr
Environmental Affairs der EMS-Industrie: Vorteile eines konsequenten Hightech-Recyclings mehr
Da die EMS-Industrie mit ihren Produktionsmitteln heute vermehrt mit Gefahrstoffen agiert, die sich als solche gar nicht als so typisch erkennen lassen, sollen die Teilnehmer dahingehend sensibilisiert werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um zu realisieren, dass aus einem ungefährlichen Produkt schnell ein gefährlicher Abfall entstehen kann, für den allein der Hersteller verantwortlich zu machen ist. Den Teilnehmern wird daher ein kurzer Exkurs in die aktuelle Umweltgesetzgebung vermittelt. Es wird auf die Unternehmerpflichten aus dem KrWG, dem ElektroG und dem BImSchG eingegangen. Unter Anderem werde ich auf die Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Sorgfaltspflicht bei der Erzeugung und dem Verbleib der produktionsbedingten Abfälle eingehen. Ebenso spricht der Referent über die Produktverantwortung im Sinne der lifetime-balance aus dem ElektroG. Abschließend kommen die Auflagen aus dem BImSchG zur Sprache. In dieser Sequenz geht es speziell um die kontinuierliche Reduzierung von schädlichen Umweltverunreinigungen während der eigentlichen Produktionsprozesse, aber auch um die Umweltaspekte die von den Produktionsabfällen ausgehen können. Als Nächstes deckt der Referent typische Abfallwege für E-Schrott auf, die unweigerlich in Drittländer führen und dort Konsequenzen für die Umwelt und insbesondere auch für Kinder nach sich ziehen, die nicht länger geduldet werden dürfen. Die Unterschiede zwischen einem Hightech- und dem Hightprice-Recycling visualisier der Referent Anhand von ausgewähltem. Es folgt eine Erläuterung der Vorteile, die ein konsequentes Hightech-Recycling in Europa für die Umwelt, aber auch für den europäischen Wirtschaftsraum nach sich zieht. Zum Abschluss verweist der Referent auf typische Merkmale, anhand derer ein Hightech-Recycling zu erkennen ist.
Referent: Peter Kolbe | MPM Environment Intelligence

Nach seiner technischen Ausbildung absolvierte Peter Kolbe ein Studium zum Dipl.-Wirtschaftsingenieur. 1995 übernahm er die Leitung des Profitcenters Recyclingtechnik der FUBA Printed Circuits GmbH in Gittelde. Es folgte im Jahr 2000 der Aufbau und die Verantwortlichkeit für ein integriertes Managementsystems (DIN ISO 14001 und OHSAS) für die Standorte der FUBA. Am 01.01.2005 erfolgte mit Herrn Kolbe als Komplementär die Gründung der MPM Environment Intelligence KG durch einen klassischen MBO seines Profitcenters Recyclingtechnik. Die MPM ist heute Industriedienstleister für die gesamte europäische Elektroindustrie. Mit dieser einzigartigen Aufbereitungstechnologie für Leiterplattenabfälle erhielt die MPM bereits zwei Innovationspreise, die ihr von Umweltminister Gabriel überreicht wurden. 2017 gewann die MPM einen Wettbewerb im Rahmen des Niedersächsischen Innovationsförderprogramms „Nachhaltiges Wirtschaften“ und wird sich auf dem Niedersachsenstand der Hannover Messe mit ihren aktuellen Forschungsergebnissen präsentieren. Herr Kolbe konnte sich durch sein jahrelanges Engagement, unter anderem auch bei der Mitarbeit in Umweltgremien des UBA, ein profundes Wissen hinsichtlich der Umweltgesetzgebung und den damit einhergehenden Unternehmerpflichten erwerben.

16:30 Uhr
Expertendiskussion: Umgang mit Bauteile-Verknappung
und -Allokation mehr
Vertreter von Bauelementeherstellern
Distributoren und EMS-Providern diskutieren mit den Teilnehmern über den Umgang mit Allokation und langen Lieferzeiten
Referent: Johann Wiesböck | Chefredakteur ELEKTRONIKPRAXIS, Vogel Business Media

Chefredakteur ELEKTRONIKPRAXIS, Vogel Business Media

17:15 Uhr
Ende des 16. Würzburger EMS-Tag

Aussteller 2018

Partner 2018